kontrollierte Wohnraumlüftung

BEHAGLICHKEIT OHNE SCHIMMEL

DARAUF KANN MAN NICHT VERZICHTEN

Der moderne Wohnhausbau wird durch die Energiesparverordnung (EnEV) bestimmt, die den Energieverbrauch um etwa 25 bis 30 Prozent reduzieren soll. Konkret bedeutet das eine Niedrigenergiebauweise, (KFW 60/40) ähnlich wie sie in den skandinavischen Ländern schon lange praktiziert wird. Durch eine hochwirksame Dämmung und eine dichte Außenhülle werden Energie und Kosten gespart. Der notwendige Luftaustausch auf herkömmliche Weise, also durch Fensterlüftung oder undichte Stellen im Gebäude, würde die erreichte Energieeinsparung zunichte machen. Die kontrollierte Wohnungslüftung hingegen vermeidet Lüftungswärmeverluste und spart Energie. Sie sorgt für den aus hygienischen und bauphysikalischen Gründen erforderlichen Luftwechsel und schafft ein rundum angenehmes und behagliches Wohnklima im ganzen Haus.

Fast 90 Prozent unseres Lebens verbringen wir in geschlossen Räumen; beispielsweise zu Hause, bei der Arbeit, in der Schule, im Kino, Theater, Restaurant usw. Und nicht selten herrscht "dicke Luft", belastet durch störende Gerüche, Tabakqualm, Ausdünstungen von Möbeln, Heimtextilien, behandelten Oberflächen sowie Reinigungs- und Pflegemitteln. Die Folgen reichen bei steigender Belastung und zunehmendem Kohlendioxidgehalt vom Gefühl der Unbehaglichkeit bis hin zu abnehmender Konzentrationsfähigkeit oder sogar Kopfschmerz und Übelkeit etc.

Die kontrollierte Wohnungslüftung macht Schluss damit: Frische Luft strömt permanent und völlig zugfrei ein. Alle zwei Stunden ist die Luft im ganzen Haus ausgetauscht. Dabei wird auch überschüssige Luftfeuchtigkeit abgeführt und so die Bildung von Schimmelpilzen verhindert. Filter in den Zuluftventilen reinigen die Frischluft zuverlässig von Partikeln wie Pollen oder Staub, sogar der Lärm bleibt draußen. Angenehmer, behaglicher und bequemer als mit der kontrollierten Wohnungslüftung kann man kaum für frische Luft sorgen!

 

ENERGIE NICHT VERSCHWENDEN

Aber auch trotz guter Wärmedämmung können hohe Wärmeverluste enstehen. Zum Beispiel wenn Fenster häufig geöffnet oder gekippt werden, um für Frischluft zu sorgen. Deshalb ist neben dem baulichen auch ein anlagentechnischer Wärmeschutz erforderlich, der aus zwei wesentlichen Komponenten besteht: der kontrollierten Lüftung und der Wärmerückgewinnung.

Die kontrollierte Wohnungslüftung verhindert die hohen Lüftungswärmeverluste und verbessert schon dadurch die Energiebilanz eines gut gedämmten Hauses. Aber das ist noch längst nich alles. Wenn die Lüftungsanlage durch ein Wärmerückgewinnungssystem ergänzt wird, kann sogar die in der Fortluft enthaltene Wärme genutzt werden. Denn diese Wärme ist pure Energie und lässt sich für die - berührungslose und unvermischte - Erwärmung der Zuluft oder für die Heizung und Warmwasserbereitung einsetzen.

 

WOHLIGE WÄRME

Der Energiebedarf eines nach dem Niedrigenergie-Standard errichteten Hauses ist denkbar gering. Auch eine Ergänzung bzw, Kombination der kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung durch eine herkömliche Heizung mit regenerative Energien, z. B. Sonnenkollektoren, Erdwärme usw. ist machbar. Entscheidend sind hier die baulichen Gegebenheiten und natürlich die Vorstellungen und Ansprüche des Bauherren.

 

VORTEILE einer kontrollierten Lüftung

Vermeidung von Schimmelpilz, Erhaltung der Bausubstanz. Ohne kontrollierte Lüftungsanlage kann sich bei mangelnder Lüftung die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen, was Feuchteschäden und Schimmelpilze zur Folge hat.

Verringerung in den Räumen von schädlichen Emissionen (Co2,NOX)

Verbesserte Raumluftquallität (geruchsarm, staubfrei). Geschlossene Räume bedürfen einer regelmäßigen Frischluftzzufuhr. Mindestluftwechsel sollte stündlich 50% des Raumvolumens betragen.

Erhöhung des Lebenskomforts (größeres Wohlbefinden)

Reduzierung des gesammten Energieverbrauchs (Lüftungswärmebedarf). Beim manuellen Lüften über geöffnete Fenster gehen 50% der Heizwärme verloren.

Weniger Außenlärmbelästigung, Pollenschutz, ruhigerer Schlaf und verminderte Einbruchsgefahr sind auch gute Gründe für eine Lüftung.

 

Die Zehn häufigsten Fragen zur Wohnraumlüftung